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Holzdeppe fliegt im Vogelnest auf Platz acht

Samstag, 23. August 2008 16:15

Sensationelles Ergebnis für Raphael Holzdeppe bei den Olympischen Spielen. Der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken erreichte im Pekinger Nationalstadion nicht nur das Finale, sondern überraschte auch mit einem tollen achten Platz. Mit 18 Jahren war Holzdeppe der mit Abstand jüngste Springer im olympischen Finale. Auch von den mehr als 90.000 Zuschauern ließ er sich nicht beeindrucken und übersprang 5,45 und 5,60 Meter sicher. Erst 5,70 Meter waren an diesem Abend zu hoch.

Raphael Holzdeppe,20.08.08 in Peking„Zuerst habe ich mich ein bisschen geärgert. Schließlich ist Bronze ja mit 5,70 Metern weggegangen. Aber jetzt freue ich mich einfach über meine Leistung und bin stolz darauf“, erklärte der Junioren-Weltrekordler und hatte auch gleich die Begründung für die Fehlversuche über 5,70 Meter parat. „Zuerst war der Stab zu weich, beim dritten Versuch war ich dann zu passiv.“

Noch ein bisschen besser als sein 13 Jahre jüngerer Landsmann und Zimmergenosse schlug sich Danny Ecker. Der Leverkusener überflog im dritten Versuch 5,70 Meter und sicherte sich damit Rang sechs. Nach dem spannenden Finale hatte Ecker lobende Worte für Holzdeppe parat. „Ich war in der Quali so nervös, Raphael gar nicht. Für mich ist er jetzt schon der Leichtathlet des Jahres.“

Am Ende setzten sich nach dem Ausscheiden des 6,04-m-Springers Brad Walker (USA) in der Qualifikation die Favoriten durch. Mit dem olympischen Rekord von 5,96 Metern sicherte sich der Australier Steven Hooker den Olympiasieg vor dem Russen Evgeniy Lukyanenko (5,85 m) und Dennys Yurchenko. Der Ukrainer meisterte als einziger Springer im ersten Versuch 5,70 Meter und gewann damit überraschend Bronze.

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Nach langem Warten: Gold bei der Junioren-WM

Samstag, 12. Juli 2008 16:18

Der Top-Favorit trotzte dem immensen Druck und sprang zum Titel: Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) hat bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Bydgoszcz (Polen) mit 5,50 Metern souverän Gold im Stabhochsprung gewonnen. Hinter dem 18-Jährigen sicherten sich Pawel Wojciechowski (Polen, 5,40 Meter) und der Dormagener Karsten Dilla mit 5,30 Metern die weiteren Plätze auf dem Podest.
Insgesamt genügten Holzdeppe zwei Sprünge zum Titel: 5,20 Meter in der Qualifikation und 5,40 Meter im Finale. „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Aber es war wirklich hart, fast zwei Stunden, bis zu meinem ersten Versuch zu warten. Erst nach dem ersten Sprung bin ich deutlich entspannter geworden“, sagte der neue Titelträger, der bereits 2006 in Peking als 16-Jähriger Fünfter der Junioren-WM war.

Raphael Holzdeppe,10.07.08,BydgocsczHolzdeppe stieg erst bei 5,40 Metern in den Wettkampf ein. Da hatten bereits bis auf Wojciechowski und Dilla alle Springer im Finale die Segel streichen müssen. So setzte sich der Zweibrücker gleich mit seinem ersten Sprung an die Spitze, die er dann auch nicht mehr hergab. Nachdem ihm Gold nicht mehr zu nehmen war, ließ Holzdeppe 5,72 Meter auflegen. Den neuen Meisterschaftsrekord – der Argentinier German Chiaraviglio war 2006 mit 5,71 Metern Junioren-Weltmeister geworden – verpasste der Pfälzer jedoch knapp.

Der JWM-Titel ist der vorläufige Höhepunkt für den 18-Jährigen in einer bisher makellosen Saison 2008. Der Schüler steigerte in diesem Sommer nicht nur den Deutschen Jugendrekord dreimal von 5,62 Meter um beachtliche 18 Zentimeter auf 5,80 Meter, sondern stellte damit auch den Junioren-Weltrekord von Maxim Tarassow ein.

Als Sahnehäubchen sicherte sich Holzdeppe in der stärksten deutschen Leichtathletik-Disziplin sogar ein Olympia-Ticket. Zusammen mit Tim Lobinger (München) und Danny Ecker (Leverkusen) vertritt er die DLV-Farben bei den Olympischen Spielen Mitte August in Peking. Nach Rang fünf bei der JWM 2006 wird Holzdeppe mit guten Erinnerungen im Gepäck erneut in die chinesische Hauptstadt reisen.

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In Nürnberg das Olympia-Ticket gesichert

Sonntag, 6. Juli 2008 16:35

Der Jüngste hat es den „Alten“ gezeigt. Stabhochsprung-Youngster Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) hat bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg die Fahrkarte für die Olympischen Spiele in Peking gelöst. Vor rund 15.000 Zuschauern katapultierte sich der 18-Jährige im zweiten Anlauf über 5,75 Meter. Da Tim Lobinger (München) und Danny Ecker (Leverkusen) diese Höhe im ersten Anlauf meisterten, landete der Pfälzer bei seiner ersten Deutschen Freiluft-Meisterschaft bei den Erwachsenen auf Rang drei.

Doch der Platz war Holzdeppe am Ende herzlich egal. Da noch sechs weitere Springer für Peking infrage kamen, musste Rang drei her, um sicher bei den Spielen dabei zu sein. „Das ist noch so weit weg für mich. Bei der WM 2007 habe ich noch vor dem Fernseher gesessen und Danny Eckers Sprünge zu Bronze verfolgt. Jetzt bin ich selbst dabei. Das ist einfach der helle Wahnsinn“, freute sich der überglückliche Schüler.

Selbst die Konkurrenz war voll des Lobs. „Wenn man als Junior schon 5,80 Meter springt, muss man vieles richtig gemacht haben“- sagte Lobinger, der in Peking seine vierten Olympischen Spiele erleben wird. „Raphael hat einfach keine Nerven“, meinte Ecker. Das bestätigte auch Holzdeppe selbst. „Bei den vergangenen Wettkämpfen, als es für mich um die Norm von 5,70 Metern ging, war ich supernervös. Heute war ich dagegen ziemlich entspannt.“

Bevor Holzdeppe sich aber in Peking mit den besten Stabartisten der Welt messen wird, startet er noch kommende Woche bei der Junioren-WM in Bydgoszcz (Polen). Dort geht er am Donnerstag (Qualifikation) und Samstag (Finale) als großer Favorit an den Start. Schließlich liegt er mit seiner Saisonbestleistung von 5,80 Metern knapp 30 Zentimeter vor der Konkurrenz.

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