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In Ulm vom Glück verlassen

Samstag, 4. Juli 2009 20:37

Der erste Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm hat für die Athleten des Trackteam Burg-Wächter viele Top-Leistungen aber keine Einzelmedaille gebracht. So musste sich Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) mit Rang fünf begnügen. 5,60 Meter reichten im Ulmer Donaustadion nicht zum Sprung aufs Treppchen. Trotzdem war der 19 Jahre Junioren-Weltrekordler nicht unzufrieden. „Zuerst war ich ziemlich bedient, aber dann habe ich realisiert, dass andere besser waren”, sagte Holzdeppe.

Dabei hatte der Pfälzer durchaus die Chance, aufs Treppchen zu springen. 5,40 und 5,60 Meter nahm Holzdeppe im ersten Anlauf. Doch an der WM-Norm von 5,70 Metern scheiterte der Olympia-Achte ganz knapp. „Ich weiß gar nicht, warum die Latte im zweiten Verlauf gefallen ist”, sagte Holzdeppe. Und in der Tat hatte er die Latte nur ganz knapp touchiert. Beim dritten Sprung hatte der Youngster dann keine Chance mehr, da ein verhärteter Oberschenkelmuskel keinen kontrollierten Anlauf mehr zuließ.

Die vier Springer vor Holzdeppe nahmen alle 5,70 Meter. Über den Sieg musste sogar ein Stechen entscheiden, das Alexander Straub (LG Filstal) gegen Tobias Scherbarth (TSV Bayer Leverkusen) für sich entschied. Dahinter landeten aufgrund der Fehlversuchsregel Björn Otto (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) auf Platz drei und Tim Lobinger (LG Stadtwerke München) auf Platz vier.

Obwohl Holzdeppe mit dem DM-Ergebnis die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August) verpasst hat, schaut er positiv in die Zukunft. „Ich werde jetzt noch bei einigen Meetings starten und dann steht die U23-EM an. Dort will ich natürlich um die Medaillen mitspringen”, sagte Holzdeppe. Seinen ersten großen Meeting-Start bestreitet der Abiturient schon am kommenden Dienstag beim Super-Grand-Prix am kommenden Dienstag in Lausanne (Schweiz).

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Interview: „Meine WM-Chance ist da“

Donnerstag, 2. Juli 2009 13:02

Stabhochsprung-Youngster Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) steht bei den Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Ulm unter Zugzwang. Der Olympia-Achte von Peking hat im Donaustadion die letzte Chance, ein Ticket für die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August) zu ergattern. Im Interview erklärt der 19-Jährige, warum er nach seiner Muskelverletzung erst wieder so spät in Schwung kommt und welche Springer mit den größten Chancen ins Finale am Samstag (13:30 Uhr) gehen. [...]

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In Nürnberg das Olympia-Ticket gesichert

Sonntag, 6. Juli 2008 16:35

Der Jüngste hat es den „Alten“ gezeigt. Stabhochsprung-Youngster Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) hat bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg die Fahrkarte für die Olympischen Spiele in Peking gelöst. Vor rund 15.000 Zuschauern katapultierte sich der 18-Jährige im zweiten Anlauf über 5,75 Meter. Da Tim Lobinger (München) und Danny Ecker (Leverkusen) diese Höhe im ersten Anlauf meisterten, landete der Pfälzer bei seiner ersten Deutschen Freiluft-Meisterschaft bei den Erwachsenen auf Rang drei.

Doch der Platz war Holzdeppe am Ende herzlich egal. Da noch sechs weitere Springer für Peking infrage kamen, musste Rang drei her, um sicher bei den Spielen dabei zu sein. „Das ist noch so weit weg für mich. Bei der WM 2007 habe ich noch vor dem Fernseher gesessen und Danny Eckers Sprünge zu Bronze verfolgt. Jetzt bin ich selbst dabei. Das ist einfach der helle Wahnsinn“, freute sich der überglückliche Schüler.

Selbst die Konkurrenz war voll des Lobs. „Wenn man als Junior schon 5,80 Meter springt, muss man vieles richtig gemacht haben“- sagte Lobinger, der in Peking seine vierten Olympischen Spiele erleben wird. „Raphael hat einfach keine Nerven“, meinte Ecker. Das bestätigte auch Holzdeppe selbst. „Bei den vergangenen Wettkämpfen, als es für mich um die Norm von 5,70 Metern ging, war ich supernervös. Heute war ich dagegen ziemlich entspannt.“

Bevor Holzdeppe sich aber in Peking mit den besten Stabartisten der Welt messen wird, startet er noch kommende Woche bei der Junioren-WM in Bydgoszcz (Polen). Dort geht er am Donnerstag (Qualifikation) und Samstag (Finale) als großer Favorit an den Start. Schließlich liegt er mit seiner Saisonbestleistung von 5,80 Metern knapp 30 Zentimeter vor der Konkurrenz.

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