Beiträge vom Februar, 2010

Hauchdünn am Doha-Ticket vorbei

Samstag, 27. Februar 2010 18:33

Manchmal liegen nur Millimeter zwischen Freud und Leid. So auch im Stabhochsprung-Finale der Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe. Hatte Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) das Pech, 5,70 Meter im dritten Anlauf hauchdünn zu reißen, wackelte die Latte bei Alexander Straub (LG Filstal) genauso stark - aber sie blieb liegen. Damit gingen Platz zwei und das Ticket für die Hallen-WM (12.-14. März) an Straub. Holzdeppe, der Zweiter gewesen und Doha geflogen wäre, wenn die Latte bei Straubs Sprung gefallen wäre, musste sich mit 5,65 Metern und dem bitteren dritten Platz begnügen.

Beide konnten allerdings Malte Mohr (LG Stadtwerke München) nicht gefährden. Der Weltjahresbeste (5,83 m) nahm 5,40, 5,60 und 5,70 Meter im ersten Versuch. „Die 5,83 Meter haben mir eine enorme Sicherheit gegeben”, sagte der Münchner nach seinem Gold-Coup. Aber auch Holzdeppe war nach der Millimeter-Entscheidung nur kurz betrüb. „Sicherlich wäre ich gern bei der WM gestartet, zumal es so knapp war. Aber ich hatte trotz der Grundausbildung bei der Bundeswehr eine tolle Hallensaison. Darauf lässt für den Sommer aufbauen”, sagte der Pfälzer.

Schon kurz nach dem Wettkampf hatte Holzdeppe erkannt, warum es nicht zu größeren Höhen in der Europahalle gereicht hatte. „Beim dritten Sprung über 5,70 war ich weit drüber, aber ich bin auf die Latte gefallen. Wenn ich die Ständer nicht vorher um fünf Zentimeter verstellt hätte, wäre ich sicher 5,70 Meter gesprungen”, analysierte der U23-Europameister. Diese Erkenntnis bringt dem Olympia-Achten von Peking natürlich keinen Startplatz bei der Hallen-WM. Doch für das weitaus wichtigere Leichtathletik-Ereignis 2010, die EM Ende Juli in Barcelona, weiß Holzdeppe, an welchen Trainingsschrauben er noch ein wenig drehen muss, um im Sommer in der spanischen Metropole eine gute Rolle spielen zu können.

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In Gent die Konstanz bewiesen

Sonntag, 14. Februar 2010 20:53

Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) hat am Sonntagnachmittag beim IAAF-Hallen-Meeting im belgischen Gent für die beste deutsche Platzierung gesorgt. Der 20 Jahre alte Stabhochspringer überflog im dritten Versuch 5,65 Meter und wurde damit Zweiter. Aufgrund der höheren Anzahl an Fehlversuchen musste sich der 20 Jahre alte U23-Europameister aber dem höhengleichen belgischen Rekordmann Kevin Rans geschlagen geben. Beide scheiterten in Gent im Anschluss dreimal an 5,72 Metern. Auf Rang drei landete Damiel Dossevi. Für den Franzosen gingen 5,55 Meter in die Ergebnislisten ein.

Mit seinem starken Ergebnis bewies Holzdeppe einmal mehr seine enorme Konstanz in diesem Winter. In seinem fünften Wettkampf in diesem Jahr sprang er zum vierten Mal 5,60 Meter und höher. Wenn in zwei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe die zwei Tickets für die Hallen-WM Mitte März in Doha (Katar) vergeben werden, wird man auch mit dem jungen Pfälzer rechnen müssen. Als einer von vier deutschen Höhenjägern (neben Holzdeppe auch Malte Mohr, Alexander Straub und Hendrik Gruber) hat er die WM-Norm von 5,70 Metern schon abgehakt. Die Zuschauer in der Karlsruher Europahalle dürfen sich also auf einen spannenden Showdown der besten Stabartisten freuen.

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Doha-Norm mit Bestleistung abgehakt

Samstag, 6. Februar 2010 20:32

Toller Erfolg für Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken): Der Stabhochspringer feierte beim Stuttgarter Sparkassen-Cup eine doppelte Premiere. Der 20-Jährige überflog nicht nur erstmals in der Halle 5,70 Meter und steigerte damit seine Bestleistung aus dem Winter 2008 um zwei Zentimeter, sondern erfüllte auch als dritter deutscher Springer die Norm für die Hallen-WM vom 12. bis 14. März in Doha (Katar).

Vor 8.000 Zuschauern in der ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle meisterte der Junioren-Weltrekordler ganz sauber 5,70 Meter im zweiten Anlauf. Damit lag Holzdeppe sogar einige Zeit in Führung und hätte sich fast den Sieg beim besten Hallen-Meeting der Welt des abgelaufenen Jahres gesichert. Doch Alexander Straub (LG Filstal) nutzte seinen letzten Sprung über 5,75 Meter, um dem Pfälzer den prestigeträchtigen Sieg noch zu entreißen. Höhengleich Zweiter mit Holzdeppe wurde der Russe Viktor Chistiakov. Ebenfalls 5,70 Meter - allerdings im dritten Anlauf - überflog Renauld Lavillenie. Der Weltjahresbeste (5,82 m) und Sechs-Meter-Springer des Vorjahrs wurde deshalb Vierter.

Dass die Hallen-WM-Norm für Holzdeppe möglich ist, hatte sich schon in den vergangenen Wochen angedeutet. „Von Wettkampf zu Wettkampf läuft es besser. Die 5,70 Meter sollten schon bald fallen”, hatte Holzdeppe nach 5,60 Metern am Mittwochabend beim Meeting in Düsseldorf gesagt. Er sollte recht behalten. Vielleicht konnte sich der Olympia-Achte von Peking ja auch noch ein paar Tipps von Alexander Straub holen. Holzdeppe hatte nach Düsseldorf zwei Tage beim Stuttgart-Sieger in dessen Trainingsbasis in Leverkusen verbracht. Gut möglich, dass beide auch die deutschen Farben bei der Hallen-WM in Doha vertreten werden. Allerdings hat auch Hendrik Gruber (TSV Bayer 04 Leverkusen) die Norm schon übersprungen. „Die endgültige Entscheidung wird erst Ende Februar bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe fallen. Meine Form Richtung DM stimmt aber”, sagte Holzdeppe.

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