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5,41 Meter am Aachener Katschhof

Mittwoch, 1. September 2010 22:15

Eine historische Kulisse, ein Dutzend Weltklasse-Athleten und rund 5.000 Zuschauer: Die Bedingungen wie am Mittwochabend beim 6. NetAachen Domspringen wünschen sich Sportler häufiger. Auch Raphael Holzdeppe war vom Ambiente in der Kaiserstadt angetan. Allerdings hätte sich der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken eine bessere Höhe als 5,41 Meter gewünscht. Das reichte in der Endabrechnung am Katschhof nämlich nur zum neunten Platz.

„Die 5,41 Meter waren kein Problem. Allerdings war der Belag richtig schnell, sodass ich bei 5,61 Metern immer zu dicht am Absprung war. Ich hatte zwar die nötige Höhe, bin dann aber immer von oben auf die Latte gefallen”, analysierte der 20-Jährige. Deutlich besser nutzte Malte Mohr den schnellen Steg. Fünf Tage nach seinem Triumph beim Diamond League-Finale in Brüssel meisterte der Münchner 5,90 Meter. Diese Höhe hatte vor drei Jahren mit Björn Otto letztmals ein deutscher Stabhochspringer überwunden. Hinter Mohr belegten der Pole Przemyslaw Czerwinski und der Leverkusener Richard Spiegelburg mit je 5,61 Metern die Plätze zwei und drei.

Außerdem sagte in Aachen ein arrivierter Stab-Artist „Adieu”: Lars Börgeling bestritt den letzten Wettkampf seiner Karriere. Nach längerer Verletzungspause übersprang er zum Abschluss noch einmal 5,21 Meter. „Aachen ist etwas ganz Besonderes. Für uns Springer ist es das stimmungsvollste Meeting der Welt. Deshalb habe ich es mir für den Abschluss meiner Karriere ausgesucht”, sagte der Leverkusener, der 2002 in München EM-Zweiter war.

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Zweimal Zweiter beim Alpen-Cup

Freitag, 6. August 2010 22:47

Nur um vier Zentimeter hat Raphael Holzdeppe den Gesamtsieg beim Alpen-Cup 2010 verpasst. Der Zweibrücker Stabhochspringer belegte beim Finale der Meetingserie in Schlanders (Südtirol) mit 5,53 Metern Platz zwei. Zusammen mit seinen 5,80 Metern bei der zweiten Station Anfang Juli in Rottach-Egern kam er in der Addition auf 11,33 Meter. „Der Alpen-Cup ist eine tolle Serie. Wir können außerhalb der Stadien springen und die Zuschauer sind ganz dicht dran”, sagte der EM-Neunte von Barcelona über das spezielle Flair der drei Meetings.

Der Gesamtsieg und ein Preisgeld von 700 Euro gingen an Steve Hollis. Der US-Amerikaner hatte beim ersten Meeting in Innsbruck 5,62 Meter gemeistert und war in Rottach-Egern über 5,75 Meter gesprungen. Das machte in der Addition der zwei besten Resultate der Dreier-Serie 11,37 Meter. Auf dem Kulturhausplatz von Schlanders triumphierte ein anderer Top-Springer. Mit 5,63 Metern war Michal Balner nicht zu schlagen. Der Tscheche verpasste danach den Meetingrekord von 5,75 Metern nur sehr knapp. Dahinter folgte bei der 10. Auflage des Springens Rapahel Holzdeppe (5,53 m), dieselbe Höhe meisterte als Dritter Richard Spiegelburg. Der Leverkusener Routinier hatte am Ende aber mehr Fehlversuche aufzuweisen als der 20 Jahre alte Pfälzer.

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EM endet auf Platz neun

Samstag, 31. Juli 2010 20:35

Bei seiner ersten Europameisterschaft hat Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) eine ordentliche Leistung abgeliefert. Der Stabhochspringer überwand vor rund 40.000 Zuschauern im Olympiastadion von Barcelona 5,60 Meter und landete damit auf dem neunten Platz. Eine Schrecksekunde bei 5,70 Metern kostete Holzdeppe wohl einen besseren Platz. Beim ersten Sprung rutschte er vom Stab ab und landete unsanft mit dem Rücken auf der Matte. Trotzdem war er über diese Höhe nicht chancenlos. Im dritten Versuch riss er die Latte nur ganz knapp. Da er wusste, dass er diese Höhe springen kann, warf er wütend seine Sonnenbrille zu Boden und stieß den ein oder anderen Fluch aus.

Wie in der Qualifikation machte es der 20-Jährige spannend. Denn seine Anfangshöhe von 5,50 Metern meisterte der U23-Europameister erst im dritten Anlauf. Bei den ersten beiden Anläufen hatte er zwar auch die Höhe, streifte beim Herunterfallen aber jeweils mit der Brust die Latte. Besser lief es schon bei 5,60 Meter. Locker und befreit überflog er im ersten Versuch die Höhe und hatte dabei noch einige Zentimeter Luft. 

Nicht zu schlagen war im Olympiastadion Renaud Lavillenie. Der Franzose übersprang gleich im ersten Versuch 5,85 Meter. Da war ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Anschließend scheiterte der Europameister dreimal nur ganz knapp am neuen französischen Rekord von 6,02 Metern. Silber sicherte sich mit 5,80 Metern der Urkainer Maksym Mazuryk, Bronze ging an Przemyslaw Czerewinski (Polen; 5,75 m). Der Münchner Fabian Schulze wurde mit 5,70 Metern Sechster.

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